Top Treffer für „

Kein Treffer. Bitte überprüfen Sie Ihre Suche.


Ihre Sparkasse

Finden Sie weitere Informationen bei Ihrer Sparkasse vor Ort.

Schliessen

Welche Verträge kann man widerrufen?

Welche Verträge kann man widerrufen?

 

Du hast im Internet eingekauft oder telefonisch einen Vertrag abgeschlossen? Jetzt bist du dir unsicher, ob du die bestellte Leistung ablehnen und die Ware zurückgeben kannst? In bestimmten Fällen hilft dir das Widerrufsrecht.

Handelt es sich um einen Vertrag, der online, am Telefon, an der Haustüre oder auf Kaffeefahrten geschlossen wurde, kannst du dich als Verbraucher grundsätzlich im Nachhinein vom Vertrag lösen. Solche Verträge dürfen regelmäßig ohne Angabe von Gründen innerhalb von 14 Tagen widerrufen werden. Wer online Waren bestellt hat und diese innerhalb von zwei Wochen zurückschickt, bekommt im Falle einer bereits erfolgten Bezahlung sein Geld zurückerstattet. Aber aufgepasst: Im stationären Handel gilt in der Regel kein solches Widerrufsrecht.

Das Widerrufsrecht gilt in der EU explizit für folgende Einkäufe und Verträge:

  1. Fernabsatz-Verträge: Hierunter fallen Verträge, die ausschließlich per Fernkommunikation geschlossen wurden, also über das Internet, während eines Telefonats, per Brief, Postkarte oder Fax. Die Voraussetzung muss sein, dass ein Unternehmen sein Geschäft regelmäßig im Fernabsatz betreibt. Dazu zählt nicht der Tante-Emma-Laden, bei dem man gelegentlich telefonisch bestellen kann.
  2. Verträge außerhalb von Geschäftsräumen: Damit sind Verträge gemeint, die an der eigenen Haustüre, am Arbeitsplatz, auf der Straße oder bei einer Veranstaltung abgeschlossen wurden – beispielsweise an einem Infostand auf dem Uni-Campus.

Wie geht man beim Widerruf vor?

Um das Widerrufsrecht wahrzunehmen, musst du dem Händler oder Vertragspartner binnen 14 Tagen mitteilen, dass du widerrufen willst. Dazu kannst du entweder ein mitgeliefertes Formular des Händlers verwenden oder selbst ein Schreiben aufsetzen. Einen Grund musst du nicht angeben.

Der Verkäufer ist verpflichtet, den Vertrag innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt der Widerrufserklärung unwirksam zu machen und damit verbundene Geldsummen rückzuerstatten. Handelt es sich um online bestellte Waren, muss der Kunde die Produkte nicht zwingend in der Originalverpackung zurückschicken. Falls ein Verkäufer das verlangt, ist dies nicht rechtmäßig.

Wann hat ein Verbraucher kein Widerrufsrecht?

Ein Widerrufsrecht für den Kauf von Waren, die online bestellt wurden, besteht nicht mehr, wenn der Kunde die Ware beschädigt hat – zum Beispiel beim Testen. Als Faustregel gilt: Die Waren dürfen in dem Maße ausprobiert werden, wie es auch im Laden möglich wäre. Auch Sonderanfertigungen wie beispielsweise ein maßgeschneidertes Hemd oder verderbliche Ware wie frische Lebensmittel sind von der Rücksendung ausgeschlossen. Das gilt auch für Zeitungen und Zeitschriften.

Kein gesetzlich vorgesehenes Widerrufsrecht gibt es außerdem für Bau- und Grundstückskaufverträge, online abgeschlossene Pauschalreiseverträge, Personenbeförderungsverträge, medizinische Behandlungsverträge und Verträge, bei denen die Leistung sofort erbracht und bezahlt wird und nicht mehr als 40 Euro kostet. Auch den Kauf von Tickets für Konzerte und Veranstaltungen, die an einem bestimmten Termin stattfinden, kannst du nicht rückgängig machen. Gleiches gilt für Filme oder Musik ab dem Zeitpunkt des Downloads. Beachte außerdem, dass die verbraucherfreundlichen Widerrufsregeln nur in der EU gelten.

Der Beitrag erschien zuerst auf Der Sparkasseblog.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


Teaserbild

  Beim Bafög für Studierende hat sich viel getan: Mehr Berechtigte, mehr Geld, weniger Rückzahlung – zumindest für einige. Wie sich die Bafög-Reform auswirkt und wann sich die vorzeitige Rückzahlung lohnt.

Mehr lesen

Teaserbild

  Die Digitalisierung hat die Personalabteilungen und Bewerbungsprozesse erreicht. Eine E-Mail mit Anhängen schicken – das war gestern. Heute lädt man seine Unterlagen in ein System und hofft auf die Einladung zum Vorstellungsgespräch. Damit das wahrscheinlicher wird, solltest du einen Blick auf deinen Lebenslauf werfen.

Mehr lesen

Teaserbild

  Eidesstattliche Erklärung – das klingt nach Gerichtsprozess. Allerdings kommt der Begriff auch in anderen Zusammenhängen vor, beispielsweise an der Hochschule. Was die Erklärung dort zu suchen hat, wann sie zur Pflicht wird und was man dabei beachten muss, erfährst du hier.

Mehr lesen

Teaserbild

    Soziale Fähigkeiten, auch Soft Skills genannt, sind in allen Jobs essenziell. Im Beruf können sie den Ausschlag für eine erfolgreiche Karriere geben. Doch in welchem Beruf sind welche Soft Skills besonders nützlich, und welche gelten als selbstverständlich?

Mehr lesen

Teaserbild

  Über- oder Unterforderung, Ärger mit dem Vorgesetzten, schlechte Noten – Sorgen in der Ausbildung können immer mal wieder vorkommen. Wenn du in Schwierigkeiten steckst, solltest du aber nicht gleich die Lehre abbrechen. Zuerst solltest du dich an eine der zahlreichen Anlaufstellen wenden.

Mehr lesen

Teaserbild

  Die Streamingbranche boomt. Aber nicht alle streamen Filme, Serien oder Sportevents und Co. legal. Was du über die Konsequenzen wissen musst.

Mehr lesen