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Wie Studierende jetzt an Geld kommen

Wie Studierende jetzt an Geld kommen

 

Typische Studentenjobs in der Gastronomie oder im Kino sind aufgrund der Coronakrise derzeit rar. Mit dem bezahlten Praktikum klappt es auch nicht immer. Können auch deine Eltern nicht helfen, solltest du dich mit staatlichen Hilfen auseinandersetzen. Zum Beispiel mit dem Studienkredit.

Seit Juni gibt es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für Studierende einen Zuschuss von 100 bis 500 Euro als Überbrückungsgeld für pandemiebedingte Notlagen. Dazu musst du einen Antrag bei deinem Studierendenwerk stellen – am einfachsten direkt online. Der Zuschuss muss nicht zurückbezahlt werden. Vorgesehen ist jedoch, dass es ihn bis August 2020 geben soll, und dass er jeden Monat neu beantragt werden muss. Hast du ihn im Juli noch nicht beantragt, solltest du dich jetzt sputen.

Zinsloser Studienkredit der KfW

Wenn dein Erstwohnsitz in Deutschland ist, du zwischen 18 und 44 Jahre alt bist und noch nicht mehr als 10 Fachsemester studiert hast, dann hast du ganz gute Chancen auf einen KfW-Studienkredit. Wichtig ist noch, dass deine Hochschule staatlich anerkannt ist, und dass du ein Studium mit einem Staatsexamen, Bachelor-, Magister- oder Diplom-Abschluss machst. Den Studienkredit von maximal 650 Euro im Monat gibt’s unabhängig vom Einkommen der Eltern – und bis März 2021 sogar zu einem Zinssatz von null Prozent. Denn die Zinsen übernimmt für diesen Zeitraum das Bundesbildungsministerium. Mehr dazu auf der Webseite der KfW.

Falls deine Eltern jetzt coronabedingt weniger Geld zur Verfügung haben, solltest du einen Bafög-Aktualisierungsantrag stellen. Aber Achtung: Das gesunkene Einkommen muss nachgewiesen werden. Wer eine zu niedrige Summe angegeben hat, muss im Zweifelsfall Geld zurückzahlen. Mehr Informationen gibt es auf der Bafög-Seite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Wohngeld beantragen

Reich macht es zwar nicht, aber Wohngeld hilft dabei, die Mietkosten zu senken. Das dadurch frei gewordene Geld kann dann wiederum zum Leben genutzt werden. Mehr zum Thema Wohngeld beim Bundesinnenministerium. Alternativ dazu kannst du dir die Miete natürlich sparen, wenn du vorübergehend zurück zu deinen Eltern ziehst.

Das kann dann sinnvoll sein, wenn sie sowieso nahe an der Hochschule wohnen und Pendeln akzeptabel ist. Oder falls sich herausstellen sollte, dass das Wintersemester ebenfalls überwiegend als Onlinesemester laufen soll. Je nachdem, wo du studierst, wird es danach allerdings wieder schwierig werden, eine Unterkunft zu finden. Um Geld zu sparen, könntest du auch nach einem Zimmer in einer Wohngemeinschaft suchen. Eine Untermiete ist ebenfalls meist eine günstige Lösung.

Bei der Uni nachfragen

Es gibt Universitäten, die versuchen, ihre Studierende zu unterstützen. Bei der Uni Marburg beispielsweise gibt es einen Spendenaufruf auf der Seite. Das Geld wird an notleidende Studierende ausgeschüttet. Bei der Uni Jena läuft ebenfalls ein solches Projekt.

Auch wenn es so aussieht, als ob man derzeit keine Chance auf einen Job hätte: Es gibt bezahlte Stellen. Vielleicht nicht so viele wie üblich, möglicherweise zu ungünstigen Zeiten und auch nicht in der gewünschten Branche, aber mit etwas Flexibilität und Glück findest du einen Nebenjob in einem sozialen Beruf oder dem Büro eines Unternehmens. Schau doch ab und zu beim Jobportal deiner Uni vorbei.

Der Beitrag erschien zuerst auf Der Sparkasseblog.

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